Ratgeber

Kreditkarte beantragen - so geht das

Wer eine Kreditkarte beantragen möchte, hat dazu grundsätzlich die beiden Möglichkeiten, zwischen einer "echten" Kreditkarte mit eingeräumter Kreditlinie und einer Prepaidkarte auf Guthabenbasis zu wählen. Die echte Kreditkarte bedingt eine Schufa-Abfrage, Prepaidkarten werden ohne Bonitätsauskünfte und sogar an Jugendliche ausgegeben. Des Weiteren steht vor jedem Kreditkartenantrag der gründliche Anbietervergleich, denn Kostenstrukturen, mögliche Guthabenzinsen und Nutzerkonditionen sind nicht auf den ersten Blick ersichtlich.

Konditionenvergleich vor dem Kreditkartenantrag

Die Konditionen einzelner Kreditkarten unterscheiden sich erheblich. Vielfach richtet sich der Blick der Interessenten zuerst auf eine mögliche Jahresgebühr, jedoch spielen weitere Merkmale eine ebenso erhebliche Rolle. Beim Vergleich sollten die Verbraucher folgende Punkte beachten:
  • Jahresgebühr
  • Nutzungsgebühren
  • Sollverzinsung
  • Guthabenverzinsung
  • Abrechnungszeitraum
Eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr, aber mit hoher Sollverzinsung kann sich als Kostenfalle entpuppen. Ebenso kann eine Kreditkarte mit attraktiven Guthabenzinsen die Jahresgebühr unter Umständen kompensieren, wenn der Inhaber oft ein relativ hohes Guthaben auf der Karte belässt. Der letzte Punkt - der Abrechnungszeitraum zwischen Inanspruchnahme und Verzinsung - ist am schwersten zu durchschauen. Es gibt Kartenanbieter, bei denen sofort nach der Nutzung eines eingeräumten Kreditlimits Zinsen fällig werden. Bei anderen Kartenmodellen wird eine zinslose Rückzahlungsfrist oft von vier bis sechs Wochen eingeräumt, danach fallen aber relativ hohe Zinsen an. Das ist für diejenigen Nutzer bedeutsam, die ihre Kreditkarte gern auf Reisen einsetzen und den Saldo erst nach der Rückkkehr ausgleichen.

Voraussetzungen für den Kreditkartenantrag

Bei jeder Hausbank kann es eine Kreditkarte geben, jedoch steht es Verbrauchern frei, sich an andere Banken zu wenden. Bei der Hausbank erhalten die Antragsteller eine Chargekarte (Visa oder MasterCard), die an das Girokonto gekoppelt ist und monatlich mit dem dort vorhandenen Saldo verrechnet wird. Als Voraussetzungen für echte, also Kredit gewährende Kreditkarten müssen die Inhaber volljährig sein, ihren Wohnsitz im Inland haben und eine einwandfreie Schufa-Auskunft mitbringen. Bei Prepaid-Karten entfallen diese Voraussetzungen überwiegend, sie werden immer ohne Bonitätsprüfung und vielfach an Jugendliche ab dem 12. oder 14. Lebensjahr sowie auch an Ausländer ohne deutschen Wohnsitz ausgegeben. Eine Verschuldung ist mit diesen Karten nicht möglich, sie müssen vor der Nutzung aufgeladen werden.

Der Kreditkartenantrag

Jede Kreditkarte können Verbraucher online beantragen. Sie geben die erforderlichen Angaben ein:
  • Name
  • Geburtsdatum
  • Adresse
  • Angaben zum Beruf
  • Wohnsituation
  • Lebensumstände (beispielsweise verheiratet, Kinder im Haus)
  • gültige Kontoverbindung
Die Angaben zur beruflichen Situation, den Lebensumständen, der Wohnsituation und selbst zur Kontoverbindung können zwischen einzelnen Anbietern variieren. Wenn der Anbieter den Antrag akzeptiert, erhält der Kunde den Kreditkartenvertrag - in vielen Fällen sofort als PDF-Ausdruck - und dazu einen Postident-Coupon. Mit diesem muss der Antrag per Post zum Kartenanbieter geschickt werden, das Postident-Verfahren dient der Authentifizierung des Kunden. Bei der eigenen Hausbank kann ein Antragsteller natürlich persönlich vorbeigehen und sich mit seinem Personaldokument legitimieren.

Einsatz der Kreditkarte

Die Kreditkarte ist sofort einsatzbereit und gewährt auch unmittelbar nach dem Zusenden der PIN-Daten an den Kunden einen Kredit in Höhe des vorab festgelegten Limits. Von der Online-Antragstellung bis zur Kreditnutzung vergehen selten mehr als fünf Arbeitstage. Zur Kreditkarte gehört ein Log-in auf ein Kreditkartenkonto, auf dem Transaktionen eingesehen werden können und auch das Limit anzupassen wäre (auf Antrag), wenn die Bonität des Kunden das zulässt. Zu beachten wären von den Kunden die unterschiedlichen Gebühren, die bei der Kreditkartennutzung vor allem im Ausland, im Nicht-EU-Ausland und auch an unterschiedlichen einheimischen Geldautomaten entstehen. Darauf weisen die Kartenanbieter ausdrücklich hin. Diese Gebühren unterscheiden sich zwischen einzelnen Kreditkarten.

Kreditkarte beantragen - Fragen und Antworten

In vielen Situationen hat die Kreditkarte das Bargeld längst ersetzt und auch für Online-Transaktionen wird sie gerne genutzt. Unterschiedliche Abrechnungsverfahren und Gebührenstrukturen verwirren viele Verbraucher auf der Suche nach dem besten Angebot jedoch häufig. Wir informieren Sie darüber, was Sie bei einem Kreditkarten-Vergleich beachten sollten und wie Sie gegebenenfalls eine Kreditkarte ohne Schufa bekommen können. Aber auch weiteren. Häufigen Fragen von Karteninhabern widmen wir und für Sie kurz: Was eigentlich die Kreditkartennummer zu bedeuten hat und was Sie bei ihrer Kreditkartenabrechnung beachten müssen und was sind die Gefahren von Kreditkartenbetrug. Hier finden Sie Antworten auf diese Fragen und eine Erklärung, wie Sie notfalls Ihre Kreditkarte sperren lassen können.

In den USA ist es ganz selbstverständlich, selbst kleine Beträge bei Einkäufe wie den Kaffee zum Mitnehmen mit der Kreditkarte zu bezahlen. In Deutschland wird die Kreditkarte im Vergleich noch wesentlich seltener gezückt. Für viele Karteninhaber ist sie lediglich eine Reserve, sozusagen eine Art Notgroschen, wenn das Bargeld einmal nicht ausreicht. Oftmals sind auch Urlaubsreisen der Grund für die Anschaffung einer Kreditkarte. Noch längst nicht jeder Deutsche hat eine Kreditkarte. Und wer noch keine hat, weiß oftmals auch gar nicht, wie er zu dieser kommen kann und wie genau das Zahlen mit Kreditkarte funktioniert. In diesem Ratgeber zum Thema Kreditkarten erhalten Sie alle wichtigen Informationen rund um das Thema Kreditkarte und viele wertvolle Tipps für den richtigen Umgang.

Das Prinzip einer Kreditkarte ist dem einer EC-Karte sehr ähnlich. Statt mit Bargeld zu bezahlen, legt der Kunde die Karte vor und das Geld wird direkt vom Konto, auf das die Karte läuft, abgebucht. Anders als bei EC-Karten zieht der Kreditkartenanbieter den Betrag allerdings nicht sofort, sondern in einer monatlichen Gesamtrechnung vom Konto ab. Neben dieser gesammelten, späteren Rechnung ist der größte Vorteil einer Kreditkarte, dass sie im Vergleich zu einer EC-Karte weltweit betrachtet auf mehr Akzeptanz stößt. Wenn viele EC Karten im Ausland nicht funktionieren, kann mit der Kreditkarte immer noch Geld abgehoben oder Rechnungen bezahlt werden. Allerdings sind Barabhebungen im Inland bzw. je nach Land auch innerhalb Europas meist wesentlich teurer mit Kreditkarte als mit EC Karte, da hohe Spesen dafür vom Kreditkarteninstitut verrechnet werden.

Wie wird eine Kreditkarte beantragt?

Eine Kreditkarte zu beantragen ist gar nicht schwer. Sobald Sie wissen, welche Karte Sie möchten, ist der Anmeldeantrag in wenigen Minuten abgeschlossen. Die Voraussetzung dafür ist ein Girokonto, viele Banken verlangen auch eine Schufa Auskunft. Die klassische Variante eine Kreditkarte zu beantragen ist das Einreichen der dafür benötigten Formulare bei der Bank. Innerhalb weniger Werktage wird Ihnen die Karte von der Bank per Post zugeschickt. Immer häufiger wird in Deutschland allerdings die Kreditkarte über das Internet beantragt, entweder über eine der zahlreichen Onlinebanken, über die Website einer Marke, die eigene Kreditkarten anbietet, oder direkt über das Kreditkarteninstitut. Der Identitätsnachweis erfolgt über die Post, und wie beim persönlichen Antrag finden Sie die neue Kreditkarte nach erfolgreicher Identifikation nach wenigen Tagen in der Post.

Etwas mehr Zeit sollten Sie allerdings der Wahl der Karte widmen. Während das Angebot an Karten an sich überschaubar ist und es sich in den meisten Fällen um Visa oder MasterCard handelt, ist die Auswahl an Anbietern enorm. Neben der klassischen Kreditkarte von der Bank gibt es Kreditkarten von Fluggesellschaften, von Automobilclubs, von Magazinen und Tageszeitungen und viele weitere. Bei der Entscheidung für einen Anbieter und ein Kreditkarteninstitut sollten Sie nicht spontan handeln. Stellen Sie stattdessen einen genauen Vergleich der verschiedenen Kartenmodelle an. Dabei sollte nicht unbedingt die monatliche Kartengebühr der ausschlaggebende Entscheidungsgrund sein, sondern in vielen Fällen sind es die Rahmenbedingen, die eine Kreditkarte gegenüber einer anderen attraktiver machen.

Was bedeutet die Kreditkartennummer?

Die Kreditkartennummer auf der Vorderseite ist einzigartig. Sie hat zwölf bis 16 Stellen und identifiziert die Karte eindeutig. Der Besitzer der Karte bestätigt sie dann je nach Transaktionsart mit seiner Unterschrift oder einer PIN, der persönlichen Identifikationsnummer. Zusätzlich zu der Identifikationsnummer trägt die Kreditkarte noch weitere Ziffern. Zum einen werden auf der Vorderseite Monat und Jahr, in denen die Gültigkeit endet, durch vier Zahlen angegeben, die in der Mitte mit einem Schrägstrich getrennt werden. Verhältnismäßig neu ist noch die Kreditkartennummer auf der Rückseite, die sogenannte Prüfziffer. Diese drei Zahlen müssen bei den meisten Internet- und Telefon-Transaktionen angegeben werden und dienen statt Unterschrift und PIN der zusätzlichen Sicherheit.

Kreditkartenabrechnung - dies ist zu beachten

So verlockend es auch manchmal sein mag, Ihre Kreditkartenabrechnung sollten Sie nicht ignorieren, sondern sofort nach Eingang gut prüfen. Folgende Vorgehensweise ist empfehlenswert: Eine Onlinerechnung sollten Sie ausdrucken - so können Sie sie nach dem Prüfen abheften und später gegebenenfalls noch einmal darauf zugreifen. Überprüfen Sie jeden einzelnen Posten auf Ihrer Kreditkartenabrechnung sorgfältig und ziehen Sie bei Unklarheiten auch die Originalrechnung heran. Nehmen Sie bei Unstimmigkeiten sofort Kontakt zu Ihrer Bank auf, die Kontaktdaten befinden sich auf der Kreditkartenabrechnung. Bedenken Sie, dass Ihre Einspruchsfrist in der Regel nur vier bis sechs Wochen beträgt.

Kreditkartenbetrug - was ist zu tun?

Unstimmigkeiten in der Kreditkartenabrechnung deuten im schlimmsten Fall auf einen Kreditkartenbetrug hin. Falls sie Ihnen gestohlen worden ist oder Sie sie verloren haben, sollten Sie umgehend Ihre Kreditkarte sperren lassen. Neben der individuellen Rufnummer der ausgebenden Stelle können Sie dazu auch die bundesweite Sperrnummer 116 116 wählen. Dies ist im Inland kostenfrei.

Für einen Kreditkartenbetrug muss Ihnen die Karte jedoch nicht physisch abhandenkommen. Ebenso kann sie gefälscht worden sein oder Datendiebe haben die relevanten Daten von der Kreditkartennummer bis zur Prüfziffer erschlichen. Um Kreditkartenbetrug zu verhindern, nehmen Sie sich besonders in Acht vor: Phishing, dem Erfragen der Daten beispielsweise durch einen angeblichen Bankangestellten. Dies passiert meist per E-Mail. Aber auch über gefälschte Internetshops und -dienste können derartige Datenräuber operieren. Vertrauen Sie nur geprüften Anbietern. Auch durch unautorisierten Zugriff auf Ihre E-Mails lassen sich Kreditkartendaten abgreifen. Verwenden Sie komplizierte Passwörter und halten Sie diese geheim. Auch Anti-Viren-Programme schützen.

Doch keine Sorge, wenn Sie einen Kreditkartenbetrug gegenüber dem ausgebenden Institut melden und Ihre Kreditkarte sperren lassen, brauchen Sie für Zahlungen, die danach mit Ihrer Karte getätigt werden, nicht mehr einzustehen. Auch deshalb ist die sorgfältige Prüfung der Kreditkartenabrechnung so wichtig. Für alle vor der Anzeige durch den Datendieb getätigten Zahlungen stehen Sie mit maximal 50 Euro ein. Ausnahme: der Kreditkartenbetrug wurde durch grobe Fahrlässigkeit Ihrerseits begünstigt. Dazu gehört es beispielsweise, wenn Sie die Kreditkarte nicht unverzüglich sperren lassen oder sie nicht sorgsam aufbewahren.

Wir informieren Sie gerne rund um das Thema Kreditkarte beantragen!

Kreditkarte-Beantragen.net - So läuft ein Kreditkartenantrag ab