Kreditkarte verloren

Kreditkarte verloren - Was tun?

Neben der zentralen Sperrnummer (+49)116116 geben viele Banken auch ihre eigene Notrufnummer an. Wie man den Überblick behält und trotzdem bei einem Verlust auf der sicheren Seite bleibt, zeigen folgende 5 Schritte. Bei Verlust Ihrer Zahlungskarte (EC -, oder Kreditkarte), sowie bei auffallenden Unregelmäßigkeiten in der Kreditkartenabrechnung, sollte unverzüglich die Karte gesperrt werden. Folgende Maßnahmen sind dafür notwendig:

1.Schritt: Sperrung der Kreditkarte

Zur Sperrung der verlorenen Geldkarte dient der zentrale Sperr-Notruf unter der Nummer +49/116116. Er gilt für die meisten großen Banken national und international. Innerhalb Deutschlands ist diese Nummer kostenfrei, wobei im Ausland je nach Netzbetreiber teilweise zusätzliche Kosten anfallen können.

Banken, die von der zentralen Sperr-Notrufnummer ausgenommen sind und somit Ihre eigene Nummer vorweisen, befinden sich in den nachstehenden Tabellen.

  • Advanzia Bank 0800/8801120 +49 (0)34521973030 (Inland/Ausland)
  • Postbank 0228/55005500 +49 69/66571333 (Inland/Ausland)
  • Barclaycard +49 (0)4089099/877
  • ConsorsBank 069/66571333
  • Hanseatic Bank +49 (0)40600096422
  • International Card Services B.V +49 (0)211/69152699
  • Mercedes Benz Bank +49 (0)6966571333
  • Santander Bank +49 (0)2161/2729889
  • TeamBank AG +49 (0)721/120966001 easyCredit Card
  • Targobank +49 (0)211/90020444
  • PPRO Financial Ltd 00800 48437776
  • Valovis +49 (0)69/264897555
  • Wüstenrot Bank +49 (0)714116755500
Zur Überprüfung, ob auch für Ihre Bank die Zentrale Sperrnummer gilt, schauen Sie in die Teilnehmerdatenbank.

Falls Sie sich zurzeit im Ausland befinden und die Zentrale Sperrnummer +49 116 166 bei Ihnen nicht funktioniert, wählen Sie bitte die Berliner Rufnummer +49 30 4050 4050. Diese Nummer dient als Alternative und wird zur besseren Erreichbarkeit zur Verfügung gestellt. Auch hier hängen die Auslandsgebühren vom jeweiligen Telefonanbieter ab.

2. Schritt: Gute Dokumentation bei Anruf und Sperrung

Beim Verlust der Kreditkarte ist es sehr wichtig, jede Tätigkeit, die zur Meldung des Verlustes unternommen wurde, sowie aufgefallene Ungewöhnlichkeit zu dokumentieren, um sich auch mit hundertprozentiger Sicherheit als Opfer identifizieren zu können. Dafür ist es notwendig den genauen Zeitpunkt des Verlustes der Kreditkarte zu vermerken und wann Sie den Sperr-Notruf abgegeben haben.

3. Schritt: Einschalten der Polizei

Sollte die Kreditkarte gestohlen worden sein, sollten Sie sich nach der Sperrung Ihrer Kreditkarte, unbedingt an die örtliche Polizei wenden und eine Anzeige gegen Unbekannt aufgeben.

4.Schritt: Sammeln und Dokumentation aller Belege

Jede Kleinigkeit, Nachweis oder Beleg der Sperrung, sowie der aufgegebenen Anzeige bei der Polizei sollten dokumentiert, notiert und aufgehoben werden.

Wenn Sie bei der Polizei vorsprechen, notieren Sie sich bitte den Zeitpunkt und den Namen des Beamten, der Ihren Fall bearbeitet. Zudem wäre es ratsam, sich einen Durchschlag oder eine Kopie Ihrer Anzeige aushändigen zu lassen. Aus- und eingehende Telefonanrufe zu diesem Thema können, falls Sie Besitzer eines Smartphones sind, durch einen Screenshot ihrer Anruferliste dokumentiert und belegt werden.

Schritt 5: Benachrichtigung der Bank

Nach dem Verlust der Kreditkarte sollte ebenfalls sofort das Kreditinstitut benachrichtigt werden. Die Schadensunterlagen der Bank sind auszufüllen und so schnell wie möglich zurückzuschicken. Dabei sollten Sie im Vorfeld und nach der Meldung des Vorfalls regelmäßig Ihre Kreditkartenabrechnung oder Ihren Kontostand überprüfen.

Know-hows zum Umgang mit der Kreditkarte

Um auf so einen Fall gut vorbereitet zu sein, sollten gleich nach Erhalt einer Kreditkarte die Karten- und Kontodaten vermerkt und an einem sicheren Ort verwahrt werden. Zu diesen Daten gehören unter anderem Ihre Bankleitzahl, Kontonummer, Kreditkartennummer und der Name der Bank.

Auf der sicheren Seite ist derjenige, der die Kreditkarte nur bei Bedarf mit sich führt. Das ist auch die Meinung der Verbraucherschützer. Dabei gilt nach wie vor die PIN oder Geheimnummer so weit getrennt, wie möglich aufzubewahren. Im besten Fall einfach auswendig lernen. Gedanken können nicht gestohlen werden! Eine Verschlüsselung im Handy ist keine hundertprozentige Garantie der Sicherheit.

Im alltäglichen Gebrauch, wie zum Beispiel am Bankautomaten oder an der Supermarktkasse, ist es wichtig, die Geheimnummer seiner Geldkarte immer verdeckt einzugeben und so keinem die Chance zu geben, die Daten auszuspähen. Einige Banden sind genau darauf spezialisiert, durch unauffällig installierte Kameras Ihre Daten zu erspähen, um dann gezielt die Karte zu stehlen.

Falls Ihre Bank Ihnen die Möglichkeit anbietet, die Geheimnummer zu wechseln, sollten bekannte Kombinationen wie 8520, 1111 oder auch das Geburtsdatum vermieden werden. Für Hacker sind diese Nummern nämlich leicht zu knacken. Seien Sie kreativ!

Um großen Zeitverlust vorzubeugen, ist es dann ratsam, sich bereits vor einer geplanten Urlaubsreise bei seiner Bank zu informieren, welche Sperrnummer für Sie gilt. Diese dann unbedingt getrennt von der Kreditkarte aufbewahren, zum Beispiel durch Einspeichern ins Mobiltelefon. Falls es dann wirklich dazu kommen sollte, dass Sie Ihre Kreditkarte verlieren, melden Sie sich telefonisch bei der entsprechenden Sperrnummer, Ihrer Bank und bei der Polizei, um die Karte zu sperren und um eine erfolgreiche Bearbeitung zu ermöglichen.

Wer haftet eigentlich für den Schaden?

Laut Hartmut Strube, Finanzjurist der Verbraucherzentrale NRW, haftet der Kunde bei Kreditkarten für den Schaden zunächst selbst, nach der Sperrung haftet grundsätzlich die Bank. Bei Einkäufen haftet der Kunde bei Kreditkarten vor und nach der Kartensperrung meistens bis maximal 50 Euro. Dieses Thema ist sehr sensibel, deshalb ist es wichtig, wirklich genau auf den Umgang mit seiner Geldkarten aufzupassen und nicht fahrlässig zu handeln.

Was zählt zu fahrlässigen Handlungen?

Es gab zu dem Thema bereits verschiedene Gerichtsurteile. Bei einem galt es als fahrlässig, seine Kreditkarte in der Handtasche aufzubewahren, da es Diebe anlocke und zu Diebstahl verleite. In einem anderen Fall, so Verbraucherschützer Strube, wurde ein Kartenbesitzer der Fahrlässigkeit beschuldigt, als er seine Kreditkarte in seinem verschlossenen Hotelzimmer zurückließ, obwohl er so die Möglichkeit vermeiden wollte, dass sie beim Besuch eines Trödelmarktes von Taschendieben gestohlen wird.
Wir informieren Sie gerne rund um das Thema Kreditkarte beantragen!

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